Avast Anti-Virus, Internet Security

- 07.03.2020

Kaspersky Logo

In ursprünglichen und bereits mehrfach überarbeitetem Artikel zur Spionage von Avast Anti-Virus und Internet Security von 2018 (mitsamt Filterliste und Beispielen) und einer hiesigen Gruppenankündigung Ende 2019 wurde bereits bemängelt dass die Softwareprodukte der Firma Avast Software s.r.o. auf den eigenen Geräten (Mobil und Desktopumgebungen) Daten im großen Stil erfassen und sich zu eigen machen.

Davon war speziell auch die Software CCleaner betroffen die sich seit einer Übernahme von Piriform Ltd. einverleibt wurde und mit der Avast in Bezug auf Datensammelei schon einmal in der Kritik stand.


Nun stellte sich heraus, dass die Firma Avast Software s.r.o. die erhobenen Daten von über 435 Millionen aktiven Nutzern pro Monat an diverse Firmen verkauft. Betroffen sind über 100 Millionen Geräte.

Nutznießer sind die Microsoft Corporation und Google LLC als führende Technologiekonzerne (welch Wunder...), sowie McKinsey & Company, Tripadvisor, Yelp, Pepsi, Condé Nast und The Home Depot.

Es gibt zwar zu der Thematik mittleweile ein Entschuldigungsschreiben des Firmenvorstands Ondrej Vlcek (externe Seite), aber

a) Ist es nicht das erste Mal bei Avast
b) Wird sich erst entschuldigt wenn solche Dinge aufgedeckt werden
c) geht alles so weiter wie bisher. Ein Dienst wird durch einen anderen Dienst ersetzt oder nur besser versteckt. Auch dafür ist Avast bereits bekannt.
d) Schnüffelei auf Geräten die keinen Support mehr erfahren wie z.b. Android, bleiben weiterhin verwanzt

Vor allem in Deutschland sind Produkte von Avast sehr beliebt, oftmals vorinstalliert oder alternativ als Zwangsbeglückung auf Android im Hintergrund auf Geräten zu finden.

Von der Verwendung der Avast Produktpalette wird definitv abgeraten.