Review zu Elex von Piranha Bytes


Author: A.S. | Verfasst am: 20.10.2017 | Aktualisiert am: 22.11.2017

Elex bleibt der Tradition des Vorgängerportfolios von Piranha Bytes treu - übernimmt alte Stärken, aber auch einige Schwächen. In derzeitigem Zustand kann ich es selbst nur Leuten empfehlen die eine hohe Toleranzgrenze haben.

Ich habe selbst den Titel auf "Ultra" der schwierigsten Stufe durchgespielt, das mag natürlich anderen Reviews gegenüberstehen die "godlike" auf easy durchmarschieren.

🔊 Positiv:



  1. Überarbeitetes Skillsystem (im Vergleich zu älteren Titeln)
  2. Freie detailverliebte Welt zum Erkunden freigegeben je nach eigenem Tempo
  3. Je nach Entscheidungen des Spielers kann auf die Geschichte direkter Einfluss genommen werden
  4. Loyalitätssystem gegenüber Begleitern
  5. 3 wählbare Fraktionen
  6. Lief in bisher 73 Std+ stabil ohne Abstürze oder Hänger


🔊 Negativ:



  1. Gespräche und damit vorhandene Animationen sehr hölzern und teils mit Clippingfehlern verbunden
  2. Die meisten NPC-Charaktere sehen etwas "pausbäckig" aus... Mimik dementsprechend
  3. Viele kleine Platzierungsfehler
  4. Npc/Begleiter/Gegner bleiben zwischenzeitlich stecken, schießen durch Wände, Böden usw.
  5. Keine wirkliche Artenvielfalt an Gegnern oder z.b. Frisuren
  6. Frisuren vergleichbar (wer es kennt) mit alten Skyrimfrisuren von Caliente
  7. Aggroradius und Folgemodus der Mobs ist riesig. Das Gute an dem Aspekt ist, man kann kiten und Viecher von Npcs töten lassen. Ansonsten ist es nervig Reißaus über die halbe Karte zu nehmen
  8. Questnpcs können verbuggt sein, sodaß sie nicht mehr ansprechbar sind
  9. Questreihen können ebenfalls ohne weitere Hinweise stagnieren und nicht mehr abgeschlossen werden (in Bezug auf Begleiter)
  10. Viel Grind und Gezerge um weiterzukommen


🔊 Subjektiv:



  1. Grafikqualität reicht von sehr gut bis sehr schlecht. Teils sieht man fette Pixelblöcke. Speziell Rüstungen und manche Nahaufnahmen sehen nicht so toll aus. Fackeln am Wegrand sind nahezu eine erloschene Version ihrer Selbst. In dem Aspekt wurde sich stellenweise nicht mit Ruhm bekleckert.
  2. Da es heute nicht mehr selbstverständlich in Spielen ist, sei es dennoch erwähnt das manuelles Abspeichern möglich ist
  3. Manche Kameraeinstellungen sind suboptimal
  4. Vor allem am Anfang viele fade Dialoge. Abbrechen derselbigen ist möglich
  5. Ver,- Betonung der Dialoge ebenfalls von schlecht bis gut


🔊 Hintergrundverbindungen:



  1. keine gefunden


🔊 Fazit:


Elex ist sofern man vergleichen darf, funktional gesehen aufjedenfall ein weiterentwickeltes Gothic. Das Skillsystem mit Lernpunkten wurde übernommen aber um benötigte Stats erweitert. Auch das Teleportersystem ist diesmal wieder mit dabei um einem längere Fußmärsche zu ersparen und viele Kleinigkeiten (z.b. Scavenger) erinnern ebenfalls an die Vorgänger.

Schwierigkeitsgrad
Der Schwierigkeitsgrad ist wie in alten Teilen knackig und ein falscher Schritt wird oftmals mit dem Tod honoriert. Der Frustfaktor kann vor allem am Anfang dementsprechend hoch sein. Wer diese Hürde aber nimmt wird irgendwann nach und nach damit belohnt werden daran teilzuhaben, dass der eigene Charakter nicht mehr bei jedem Niesen umfällt :P Es wird halt nix verschenkt.

Öfters lauern einem Viecher hinter einer Ecke auf oder stürmen aus einem toten Winkel heran und selbst schon bei 2 Gegnern kann der eigene Charakter ziemlich ins Straucheln kommen. Starken Gegnern vor allem am Anfang sollte am besten aus dem Weg gegangen werden oder wenn vorher abspeichern...

Die NPC Begleiter sind bestenfalls kurzfristige Boxsäcke für die Gegner und fallen ziemlich schnell. Blocken, heilen oder taktieren kennen diese nicht.

Steuerung
Die Steuerung ist etwas klobig und durch den Schwierigkeitsgrad kommt einem dies natürlich nochmal deftiger vor. Vor allem, wenn der eigene Charakter nicht schnell genug reagieren kann. Die Eingaben regieren nicht präzise bzw. sind schwerfällig und bis man sich selbst außer Gefahrenzone gebracht hat oder ausgewichen ist, wurde man schon längst getötet. Es ist definitv Eingewöhnung und ich vergleiche die Steuerung hier mit Beispielen wie Witcher 1 oder 2 deren Steuerung ebenfalls teils echt grottig war.

Im Endeffekt lassen sich Schwierigkeitsgrad und Steuerung zusammenfassen, da ein Punkt den anderen beeinflusst.

Grafische Overfläche / UI
Weiterer Kritikpunkt bezieht sich bei anderen Meinungen oftmals auf die UI. Diese kommt sehr minimalistisch daher, aber sie erfüllt ihren Zweck und ein klassisches Layout würde da auch nicht passen.

Das Navigieren durch die Menüs ist eine andere Sache und gestaltet sich ebenfalls etwas schwerfällig. Durch fehlende/minimalistische Questracker, Minimap und Kartenlegende verbringt man doch die ein oder andere Minute dabei sich Orientierung zu verschaffen.

Was heißt sie fehlen. Man ist es von anderen Spielen eben öfters anders gewohnt und das dies kein Witcher oder Fallout oder was auch immer ist, sollte jedem klar sein. Selbst solche Titel haben teils diesselben Problematiken.
[Update 22.09.2019, 01:54:53]
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